Grünwald und Marienhof

Grünwald und Marienhof

Dienstag, 23. Dezember 2014

Aus der neapolitanischen Krippe

Die Worte des Engels

Du bist nicht näher an Gott als wir;
wir sind ihm alle weit.
Aber wunderbar sind dir
die Hände benedeit.
So reifen sie bei keiner Frau,
so schimmernd aus dem Saum:
ich bin der Tag, ich bin der Tau,
du aber bist der Baum.
(Rainer Maria Rilke)


Sonntag, 2. Februar 2014

Unser liebster Garden-Toile de Jouy

Ein wunderbarer Stoff, der zu Mariä Lichtmess die Sehnsucht nach dem Ende des Winters zum Ausdruck bringt... und der hoffentlich bald wieder aufgelegt wird!


Hier als Tischdecke verwendet für den Lieblingsplatz in der Küche. 


Auf dem Fauteuil im Hintergrund liegt übrigens ein weißer portugiesischer Teppich, da der Sessel noch mit der originalen Chinoiserie bezogen und gleichzeitig der Lieblingsplatz unserer Hunde ist :-)

Samstag, 1. Februar 2014

Frühling im Winter


In der Nacht zum 31. Januar wurde auf dem Marienhof das erste Kälbchen dieses Jahres geboren. 

Es ist jedesmal wieder ein kleines Wunder, wie ursprünglich und beinahe wild die ansonsten so zahmen und anhänglichen Hinterwälder Kühe werden, sobald ihre Kälber zur Welt kommen. Die ersten drei Tage liegen die Kleinen zumeist versteckt irgendwo im Gebüsch, und die Mutterkuh kommt nur zum Füttern zu ihnen. Zwischendurch meint man, die Kuh hätte ihr Kälbchen vergessen. Doch sobald man in die Nähe des Kalbes kommt, beispielsweise mit dem wohlmeinenden Gedanken, das arme, neugeborene und von der Mutter vernachlässigte  Tierchen in den geschützten Laufstall zu tragen, kommt die Mutterkuh wie eine Furie angaloppiert (eine Fortbewegungsart, die bei Kühen extrem komisch aussieht) und senkt drohend den Kopf. Dann sollte man tunlichst den Rückzug antreten und der Natur ihren Lauf lassen. Spätestens am dritten/vierten Tag entspricht dann endlich das Familienleben der Kühe unseren menschlichen Moralvorstellungen. Das Kalb läuft eng an der Mutter mit der Herde und wird beim Ruhen in die Mitte genommen, geschützt und gewärmt. 

Mittwoch, 22. Januar 2014

Carlotta im Schnee


Nachtrag vom Morgen des 25. Januars:

Neben Kernbeissern, Buntspechten, Goldammern, Meisen, Finken, Amseln und Spatzen finden sich auch noch andere Tiere an der Vogelfütterung ein :-)




Morgens um 5 Uhr auf dem Marienhof:

Weckruf durch aufgeregt bellende Hunde, die sich nicht beruhigen lassen... Und der Grund hierfür?

Carlotta, unsere Pintostute, ist ausgebrochen und steht jetzt vor der Haustüre, geduldig darauf wartend, dass sich jemand um sie kümmert und ihr ein Very-Early-Morning-Breakfast kredenzt.



Montag, 20. Januar 2014

Du musst das Leben nicht verstehen...

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.
Rainer Maria Rilke, 8.1.1898, Berlin-Wilmersdorf